Früher war mehr Verbrechen

Früher war mehr Verbrechen

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00:00:03: Früher war mehr Verbrechen der historische True Crime Podcast.

00:00:15: Es ist kalt hier oben, unwindig.

00:00:18: nicht gerade der Ort an dem James sein möchte aber es ist wie immer einer der Feinhärmen verliert seinen Schlüssel und nun darf er es richten.

00:00:29: mit geübtem vorsichtigen Schritt geht er über das Dach auf das Fenster zu dass in Little's Büro führt.

00:00:35: hoffentlich ist es wenigstens nicht verriegelt Auf dem dach vor dem Fenster.

00:00:40: Haupteiner der Jungs aus dem Büro ist sein Name Moor.

00:00:45: Er sieht angespannt aus und da ist auch etwas Aufregung, James muss beinahe lächeln diese Jungs immer dabei wenn hier mal was Außergewöhnliches passiert.

00:00:57: James ist schon zu lange dabei.

00:00:59: nach dieser Geschichte kräht morgen keinen Hahn mehr.

00:01:03: ich bekomme es nicht auf!

00:01:05: Der junge Moor nickt in seine Richtung.

00:01:07: Es muss abgeschlossen seien.

00:01:10: Sehen kann ich auch nichts, ist

00:01:11: zugezogen.".

00:01:14: James solvizt.

00:01:15: Natürlich!

00:01:17: Little und seine Paraneuer als werden sie hier alle Diebe-und Halsabschneider dabei arbeiten hier nur anständige Männer und sie arbeiten hart.

00:01:25: Herter als die feinen Herren.

00:01:27: so viel isst klar.

00:01:29: er setzt sein Werkzeugkoffer ab und probiert es selbst erst mal das Fenster aufzuschieben aber nein da rührt sich nix.

00:01:39: Also muss doch die Brechstange her!

00:01:41: Und wenige Momente später springt James durch das geöffnete Fenster ins Innere.

00:01:46: Sein Blick erstarrt, als er versucht den schrecklichen Anblick zu begreifen.

00:01:51: Er hat sich geirrt – diese Geschichte würde sie alle für immer

00:01:57: verfolgen.".

00:01:59: Ich meine du hast ja in der letzten Folge schon gespoilert dass es diesmal nach Irland geht wo wir nicht so oft waren bisher?

00:02:06: Niemand wird es hier überraschen, der uns zuhört.

00:02:09: Ich kenne den Fall nicht!

00:02:10: Ich bin nicht drauf gekommen und hoffe ihr seid da etwas findiger.

00:02:14: Nichtsdestotrotz auch mit dem Hinweis auf Irland fällt mir kein Fall ein, den ich kennen könnte.

00:02:19: Klingt aber nach einem ganz spannenden Ja... Es gibt ja so ein paar Sherlock Holmes Fälle und Poirotfälle die auch mit geschlossenen Türen und also ich vermute jetzt mal einen Verbrechen auf der anderen Seite der Tür verbunden sind und deswegen freue ich mich sehr Und ich hoffe, ihr freut euch umso mehr.

00:02:36: Dass wir wieder auf euren Ohren sind mit früher aber mehr Verbrechen.

00:02:40: Eurem historischen True Crime Podcast.

00:02:42: und hier sind wie immer Nina...

00:02:44: ...und Katharina!

00:02:45: Und ihr habt uns hoffentlich schon sehr vermisst?

00:02:48: Ja genau, obwohl so lange ist es ja gar nicht her.

00:02:50: Wir haben es ja dann doch wieder regelmäßig geschafft.

00:02:53: Also teuer-teuer-toi bisher läuft's würde ich sagen.

00:02:55: Berühmt

00:02:56: die letzte Worte, ich muss das ja sagen.

00:02:57: Ach Quatsch!

00:02:58: Nein nein, wir sind guter Dinge und wir sind wie gesagt superglücklich dass das so ist und wir wieder bei euch sein können und weitermachen.

00:03:06: Wie du schon sagtest, geht es heute direkt mit einer ganz interessanten Geschichte weiter?

00:03:11: Nicht nur ist der Ort ja für uns noch ein relativ unbekanter also Irland zumindest was unseren Podcast angeht sondern auch dieser Fall da ist wirklich hoch mysteriös.

00:03:23: Also wir haben hier wie ihr vielleicht in der Einleitung schon so'n bisschen raus hören konntet eine klassische Locked Door Mystery vor uns.

00:03:32: Das ist ja so ein Genre im True Crime Bereich.

00:03:35: Tatsächlich auch noch immer mit so Mystery einhergeht und ich mag das eigentlich ziemlich gern, auch wenn die Geschichten dann natürlich immer tragisch sind wie leider all unsere Geschichten oder zumindest sehr viele davon.

00:03:48: Aber in diesem Fall auch wenn das als eine Locked Door-Mystery in die Geschichte eingehen so mysteriös es ist am Ende vielleicht gar nicht mit der verschlossenen Tür aber dazu kommen wir natürlich im Laufe der Folge heute.

00:04:00: Viel interessanter ist eigentlich der Umgang der Polizei mit dieser Geschichte, der Umgang der Öffentlichkeit damit und wie im Verlauf der Untersuchung dieses Mysteriums ja das was hinter dieser Tür geschehen ist ein bisschen aus den Augen verloren wird.

00:04:17: Okay ihr seht wir sind heute wieder mal an Bord für eine etwas wilde Fahrt.

00:04:22: ich finde die Geschichte super interessant.

00:04:24: Das ist ein Zufall.

00:04:25: Ich hatte eigentlich für einen ganz anderen Fall recherchiert, bin darüber gesteufert und ja, bin total hängen geblieben weil mich die Geschichte so fasziniert hat.

00:04:33: Es geht heute um den Tod des Eisenbahnangestellten George Little in Dublin im Jahre eighteenhundertsechsundfünfzig.

00:04:44: Ach

00:04:44: unser neunzehntes Jahrhundert Wie lieben wir es?

00:04:47: Und das ist ja im Vergleich mit unseren Folgen eigentlich auch noch relativ früh, im neunzehnten Jahrhundert.

00:04:52: Also wir hatten auch noch früher aber das ist so eine spannende Zeit die Mitte des Neunzehn-Jahrhunderts.

00:04:57: da tut sich also unheimlich viel gerade auf was Polizeiarbeit angeht.

00:05:01: Diese ganzen detective Branches werden gegründet und so darauf gehen wir heute auch ein bisschen ein.

00:05:06: Wir treffen alte Bekannte wieder von denen wir schon gehört haben zumindest diejenigen für euch die unser Buch gelesen haben.

00:05:12: Ach

00:05:12: das gab's ja auch noch.

00:05:14: Wir machen das schon fast zu lange, muss man sagen.

00:05:17: Ja, das ist Wahnsinn!

00:05:18: Gott heute ist die Vorrede aber unfassbar lang.

00:05:20: Das tut mir leid,

00:05:21: Leute.

00:05:22: Aber weil der Fall natürlich etwas unbekannter ist, ist es heute auch kein Wunsch von euch sondern einfach direkt von meiner Nachttischlektüre inspiriert und vielleicht fallen euch ja noch andere Geschichten dieser Art ein, die ihr uns mal empfehlen möchtet?

00:05:36: Und falls ihr lieber andere Fälle hören wolltet... Auch das nehmen wir gerne als Vorschläge entgegen.

00:05:43: Ihr wisst, ihr kennt das Prozedere.

00:05:45: Schaut in unsere Show Notes, schaut in die Kontaktmöglichkeiten, schreibt uns Fälle, die euch unter den Nägel brennen natürlich in der Hoffnung dass wir sie behandeln!

00:05:53: Wir haben ja schon unglaublich viele Hörerinwünsche erfüllt und das werden wir auch weiterhin machen auch wenn natürlich immer wieder quasi solche kleinen exotischen Perlen da drin vorkommen werden in unserem Port Puri Bitte schreibt uns, bitte wünscht euch Fälle.

00:06:08: Wir freuen uns immer sehr weil ihr bringt uns auch immer wieder auf Fälle die wir selber gar nicht im Skat hatten.

00:06:12: also ganz großes Dankeschön.

00:06:14: trotzdem an dieser Stelle und ein Verweis in unsere Show Notes schaut da einfach rein wenn ihr Kontakt zu uns aufnehmen wollt egal in welcher Hinsicht.

00:06:21: Und natürlich freuen wir uns auch wenn ihr über die Show Notes einen kleinen Schlenker in unserer Kaffekasse macht wo ihr einen kleinen Kaffee uns ausgeben könnt der es uns ermöglicht diesen Hobby Podcast hier zu betreiben.

00:06:34: Da sind wir unglaublich dankbar, dass ihr uns ja schon all die Jahre so fleißig und so treu unterstützt.

00:06:40: Ja ganz herzlichen Dank!

00:06:41: Und für alle Unterstützung auf allen Wegen.

00:06:44: also gerne weiter so und auch jetzt wo wir in Staffeln veröffentlichen gerne weiter sagen Also wir freuen uns immer noch über ganz viele neue Hörerinnen und Hörern.

00:06:54: Das ist auch immer sehr schön von euch zu hören und das fasziniert uns total wie er uns immer so findet.

00:07:00: Aber jetzt genug der Vorrede, die ja wie gesagt heute eh schon lang war.

00:07:05: Wir machen uns auf nach Irland!

00:07:08: Bevor wir in den Fall einsteigen noch eine ganz kleine Trigger-Warnung heute und zwar werden wir kurz auch Selbsttötung ansprechen.

00:07:17: also wenn das etwas ist dass ihr heute lieber nicht hören möchtet dann lasst die Folge vielleicht erstmal aus oder hört sie nicht alleine.

00:07:26: Unser heutiger Fall führt uns, wie gesagt nach Dublin ins Jahr eighteenhundert sechsundfünfzig.

00:07:33: Es ist der Vormittag des vierzehnten November ein kalter verregneter Tag in der jüdischen Hauptstadt – ein Freitag!

00:07:42: Und eine gut gekleidete Dame Anfang dreißig ist in offensichtlicher Eile auf dem Weg durch die Stadt in Richtung Broadstone Terminus.

00:07:51: Das ist die Endstation der Midland Great Western Railway und das Gebäude an sich, es wirklich auch schon sehr beeindruckend.

00:07:58: Das war nämlich nach den neuesten modernen architektonischen Standards der Zeit gebaut also in den Achtzehnhundertvierziger Jahren.

00:08:07: Im Stil des Neoclassizismus errichtet erinnert das zweisteckige Gebäute eher an einen Tempel so ein bisschen eine Mischung aus griechisch-römischer Architektur aber auch so alt ägyptische Grab.

00:08:20: Male, kommen einen da so in den Sinn?

00:08:22: Also

00:08:22: sehr subtil.

00:08:23: Ja total!

00:08:24: Das war ja für die Zeit auch sehr bezeichnend.

00:08:26: tatsächlich das hatte man ja gerne nur man hat es ja nicht mit Subtilität gehabt.

00:08:31: Das stimmt.

00:08:31: Ja und dass der Bau so wenig subtil ist das spricht natürlich auch für den Reichtum der Eisenbahngesellschaft dessen Hauptgebäude er ja isst aber dazu hören wir später noch ein bisschen mehr.

00:08:41: jetzt aber erstmal zurück zu unserer jungen Dame.

00:08:45: ihr Name ist Kate Morton Und sie ist sehr besorgt um ihren Bruder, den zweihundvierzigjährigen George Little der am Abend zuvor nicht wie gewohnt von der Arbeit nach Hause gekommen war.

00:08:56: Als Kinder eines wohlhabenden Anwalts wuchsen George Kate und ihre zwei Geschwister namens James & Fanny in guten Verhältnissen der gehobenen Mittelklasse auf.

00:09:07: Doch als George, der älteste Sohn der Familie, siebzehn Jahre alt ist stirbt sein Vater Und die Mutter Frances Little wird mit zweiunddreißig ohne Einkommen und mit vier Kindern zurückgelassen.

00:09:20: Obwohl sie zuvor eigentlich ein sehr wohlhabendes Leben geführt haben, ist natürlich jetzt ein echtes finanzielles Problem entstanden!

00:09:29: Die Familie lebt zwar immer noch in der viktorianischen Villa im hübschen Vorort Doublins, die der Vater finanziert hatte aber das Geld wird jetzt komplett in die Ausbildung der beiden Söhne gesteckt Denn die müssen jetzt für die Familie aufkommen, so die Idee.

00:09:45: Das ist auch der Grund dafür warum George direkt mit der Arbeit als Büro angestellt hat beginnt.

00:09:51: Sein jüngerer Bruder James kann unterdessen studieren und wird Ingenieur.

00:09:57: Das unterstützt die Familie auch vehement weil man sich natürlich erhofft dass er durch dieses bessere Einkommen die Familie unterstützen kann.

00:10:05: Aber... James entscheidet sich, sobald er den Abschluss gemacht hat, Irland zu verlassen und nach Kanada auszuwandern.

00:10:13: Da war er ja nun auch wirklich nicht der Einzige.

00:10:15: Auch dazu kommen wir später noch kurz.

00:10:17: Aber das ist natürlich für die Familie ... So großes Verständnis für den Bruder.

00:10:22: auch ein großer Schlag!

00:10:25: Und so kommt es, dass George Lytton als Büro angestellt haben alleine aufkommen muss seit er siebzehn Jahre alt ist.

00:10:34: Die beiden Schwestern heiraten, die jüngere Schwester zieht mit ihrem Mann nach England und Kate sieht mit ihrem Man Dr.

00:10:40: Morton aufs Land in Irland.

00:10:43: Aber schon wenige Monate später ist sie wieder zurück im Haus der Familie weil ihr Mann leider an einer kurzen schweren Krankheit verstorben ist.

00:10:50: Und so leben in der hübschen einst reichen Villa In der Achtundfünfzig Waterloo Road in Dublin.

00:10:56: Achtzehnhundertsechsundfünftig Also in dem Jahr in dem unser Fall spielt Nehmen Francis Little Der Mutter Auch noch Kate, die Schwester.

00:11:06: Und eine alte Tante, die wegen Krankheit nicht mehr für sich selbst sorgen kann.

00:11:12: und George ist der einzige Verdiener der Familie und sorgt komplett für den Lebensunterhalt.

00:11:19: Seit Beginn seiner Berufstätigkeit fällt er dadurch auf dass er mit wirklich großer Ernsthaftigkeit seine Arbeit nachgeht.

00:11:26: Er is sehr religiös und äußerst aktiv in seiner protestantischen Gemeinde Ein absoluter T-Totaler, unscheinbar sehr freundlich und äußerst zuverlässig.

00:11:39: Seit eighteenhundertdreienfünfzig also drei Jahre zuvor arbeitet er als Sachbearbeiter bei der Midland Great Western Railway.

00:11:47: Wegen seiner Genauigkeit und der fantastischen Arbeitseinstellung die er hat – denn ihm ist das ja immens wichtig seine Arbeit gut zu erledigen – wird er schließlich befördert!

00:11:57: Ein halbes Jahr bevor nun Kate durch den kalten Novembermorgen auf dem Weg nach Broadstone ist, wird George zum Kassenwart.

00:12:04: Das ist wirklich ein super Job mit einer ganz hohen Verantwortung der natürlich auch besser entlohnt wird das klar.

00:12:11: Seine Aufgabe ist es dass wirklich alle finanziellen Mittel also alle Gelder die die Eisenbahngesellschaft einnimmt über seinen Tisch laufen.

00:12:20: Er macht alle Abrechnungen, nimmt alles auf, stellt Checks aus und sorgt dafür dass alles seinen richtigen Gang geht.

00:12:29: Das ist natürlich mit einer der verantwortungsvollsten Stellen zumindest was die Finanzen angeht in dem Unternehmen.

00:12:35: Dabei wird er unterstützt von seinem Assistenten William Chamberlain einem schlaxigen Buchchen wie ich gelesen habe der wohl naja ein bisschen langsam ist aber gutmütig und auch sehr zuverlässig und beliebt.

00:12:49: Das Büro der beiden liegt im ersten Stock des beeindruckenden Stationsgebäudes, von dem wir ja schon gehört hatten.

00:12:56: Und zwar geht man vorne durch die Front rein und wenn man gerade aus durchgeht kommt man durch ein Portal in die Ticket-Halle.

00:13:02: Steht das Gebäude heute noch oder ist es?

00:13:05: Ja kann man heute noch anschauen!

00:13:07: Das ist sogar so beeindruckend wenn man heute nach Broadstone kommt dass es heute einen Stadtteil also immer noch ein Stadtteil von Dublin.

00:13:14: Dann kann man schon am Fuß des Hügel dieses riesige Granitgebäude am Horizont sehen.

00:13:20: Also ein ganz faszinierendes Gebäude.

00:13:22: auch an sich schon, man kann übrigens online eine virtuelle Tour in diesem Gebäudemachen fand ich total cool und hat mir natürlich bei der Recherche richtig geholfen.

00:13:31: Ich verlinke euch das in den Show Notes.

00:13:33: Ich kann es wirklich nur empfehlen, es gibt einen viel besseren Einblick in die Szene da vor Ort.

00:13:39: Man kann also auch dieses Büro anschauen, indem sich heute der Fall zutragen wird.

00:13:43: Also das ist wirklich ganz toll!

00:13:44: Ach... Also wie gesagt man kommt da rein und kann entweder in die Tickethalle gehen und von da aus dann zu den Zügen oder man kann eine große Treppe hinauf in den ersten Stock nehmen Und im ersten Stock befinden sich die Büros der Angestellten.

00:14:00: George Little's Büro liegt Auf der rechten Seite, also vom Eingang aus gesehen nach rechts und da ganz am Ende des Ganges im ersten Stock.

00:14:09: Zur rechten das letzte Büro.

00:14:12: Das ist wirklich ganz interessant weil er hatte es eigentlich schon echt gut!

00:14:16: Das Bro hat nämlich zwei Fenster.

00:14:19: Eins geht auf den Hof hinaus und eins aufs Dach.

00:14:22: Das ist auch so ein bisschen höher gelegen Und auf der rechte Seite in dem Büro ist ein kleiner Kamin, der eben dafür die Wärme sorgte.

00:14:30: In der Mitte des Raumes stand mit dem Blick zur Tür, der Schreibtisch von George und unter den hinteren Fenster war ein kleines Kult an dem William Chamberlain seinen Dienstversaar.

00:14:42: Immer kurze Zeit vor dem Tag, von dem wir jetzt reden wurde in dem Büro eine Trennwand eingebaut sowie bei einer Bank so eine Holzabteilung das man nicht in den hinterem Teil des Raums gehen konnte als Besuchender dieses Büros.

00:14:57: Das hatte George sich gewünscht Denn es war ihm so ein bisschen unheimlich, wie wenig Sicherheitsvorkehrung dieses Büro hatte.

00:15:04: Obwohl ja alle Einnahmen der Eisenbahngesellschaft immer dadurch liefen und er hatte auch darauf bestanden dass das Schloss der Tür zu dem Büro von innen verschließbar sein muss.

00:15:16: Denn oftmals war George abends noch alleine wenn William schon nach Hause gegangen war Und dann fühlte er sich einfach unsicher mit diesen ganzen Mengen Geld und er konnte von ihnen die Tür nicht verschließen.

00:15:27: Also hatte man auch das noch kurz vor dem fraglichen Tag geändert.

00:15:32: Aha, ich versuch das gerade mal zu rekonstruieren in dieser virtuellen Tour, weil ich das ganz spannend finde und dass es diese Option gibt!

00:15:38: Ich hoffe ihr seid bei mir und macht das auch gerade parallel?

00:15:41: Mhm.

00:15:41: Ich find ja v.a.

00:15:42: faszinierend, dass da offenbar... Das kann man auf der Seite entnehmen aktuell auch weiterhin jemand arbeitet im Raum.

00:15:50: Na gut.

00:15:50: Ja, das ist ein Besprechungsraum oder so.

00:15:52: ne jetzt

00:15:53: Es sieht zumindest, finde ich auf dem Bild so ein bisschen.

00:15:55: Also da gibt es ja schon hinten einen Rechner und ein Einzelschreibt.

00:15:58: Genau!

00:15:59: Ja das ist noch eine Nutzung, das ist schon so...

00:16:02: Und da hängen auch Schakets von einer Person, also schon interessant.

00:16:05: Okay dann bin ich jetzt in diesem Raum.

00:16:08: Das ist noch so ein Thema, dass man nachher sprechen kann.

00:16:10: aber ja, ich mein warum nicht?

00:16:12: Kann das Ding ja nicht immer absperren?

00:16:13: Nein natürlich.

00:16:14: Also zurück zu George Little.

00:16:17: Am Morgen des dreizehnten November, also einen Tag zuvor hatte George sich noch mit den Worten von seiner Familie verabschiedet, dass er wohl nicht allzu spät von der Arbeit kommen würde.

00:16:27: Also regulär rechnete er so damit gegen siebzehn Uhr dreizig Feierabend zum Machen und wäre er bei achtzehn uhr, achtzehnt uhr fünfzehn rum Zuhause.

00:16:35: das war seine Regel.

00:16:37: Aber die Familie ist es schon gewohnt, dass auch gerne später kam.

00:16:41: Wie gesagt war er ja äußerst gewissenhaft Und wenn mal mehr zu tun war dann blieb er auch länger.

00:16:46: Und jetzt war es so, dass am elften und zwölften November eighteenhundertsechstenfünfzig der sogenannte Malinga Fair in Irland stattgefunden hatte.

00:16:55: Und zwar ist das eine große Pferdemesser also da werden aus dem ganzen Land Pferde hingebracht um dann vertrieben.

00:17:02: und das ist natürlich ein Happening, ein soziales und da benutzt man die Eisenbahn und deswegen waren die Einnahmen dieser zwei Tage ungewohnt hoch!

00:17:10: Also fast doppelt so hoch wie gewöhnlich.

00:17:13: Und so stellte sich für George eigentlich schon bei seinem Eintreffen im Büro oder zumindest im Laufe des Tages raus, dass es wohl doch ein langer Tag werden würde.

00:17:21: Denn er wollte ja wie gesagt alles erfassen bevor er nach Hause ging und so arbeiten George und William sein Assistent sehr gewissenhaft.

00:17:30: den ganzen dreizehnten November durch geht William dann nach Hause, er hat also die Nase voll und verabschiedet sich.

00:17:39: Und George sagt ihm, er würde noch weitermachen bis er fertig sei mit den Tagesaufgaben.

00:17:44: Ja!

00:17:45: Und nun ist der Morgen des vierzehnten November und George es immer noch nicht zurück was natürlich bei seiner Familie große Besorgnis auslöst.

00:17:53: Dabei geht es vor allem um seine Gesundheit.

00:17:55: Also ersetzt sich ja auch sehr unter Druck.

00:17:57: Na er steht unter Strom Er ist da der einzige Verdiener.

00:18:00: Natürlich ist das eine Belastung.

00:18:03: Ja, sie haben so ein bisschen Bedenken ob er nicht vielleicht einen Herz entwagt oder einen Schlaganfall oder irgendwas in der Art gehabt haben könnte und nun hilflos in dem Büro liegen könnte oder so.

00:18:12: Das ist vielleicht noch keiner gemerkt hat also die Damen wundern sich schon wo er bleibt.

00:18:17: Und so macht sich Kate auf den ca.

00:18:19: forty Minuten langen Fußweg und kommt zwischen halb elf und elf an der Station an.

00:18:26: Dort wird sie dann auch direkt in das Büro des Gesellschaftsekretärs der Bahngesellschaft geführt.

00:18:31: Das ist Henry Bozier, der ist tatsächlich selbst schon nervös!

00:18:36: Denn am Morgen wie an jedem Freitag hatte er einen ganzen Stapel Checks unterzeichnet und die werden dann immer ein Georges Büro gebracht, der die dann eben entsprechend weiterverarbeitet.

00:18:47: Aber als sein Assistent sie in den ersten Stock hochgebracht hatte, findet er die Tür des Kassenwates verschlossen vor.

00:18:56: Das hat der ja auch seinem Chef zurückgemeldet also Mr.

00:18:59: Boja und der hatte deswegen schon einen jungen einen Boten zu den Little's nach Hause geschickt.

00:19:04: Also der hatte Kate wohl verfehlt.

00:19:06: Die waren wohl aneinander quasi schon vorbei gelaufen.

00:19:09: Alle sind besorgt weil es eben so untypisch für George ist Und dass die Tür auch abgeschlossen ist und keiner einen Schlüssel hat.

00:19:17: Bourje ist dabei eher so ein bisschen besorgt, dass George die Company bestohlen haben könnte.

00:19:24: Denn tatsächlich hatte es unlängst eine Welle von Diebstählen und Betrug gegeben – und zwar besonders bei den Eisenbahngesellschaften.

00:19:32: kurioserweise, warum auch immer!

00:19:34: Auf jeden Fall war das etwas, dass auch in der Presse viel besprochen wurde.

00:19:37: Und tatsächlich hatte auch Georges Vorgänger die Firma um große Geldsummen betrogen und war deswegen rausgeflogen, sodass George dann seinen Job bekam.

00:19:47: Also, Der Herr Bollger ist nun eher ja um sein Geld besorgt als denn um George.

00:19:54: Deswegen will er jetzt auch direkt die Polizei verständigen.

00:19:57: aber Kate, die ist offensichtlich richtig beleidigt durch diese... Ja, Idee, dass ihr Bruder da Geld gestohlen haben könnte und bittet Mr.

00:20:05: Borgia doch vorerst auf diese Anzeige zu verzichten.

00:20:09: Sie würde noch mal nach Hause gehen und gucken ob George nicht mittlerweile da ist Und vielleicht wurde sich dann alles klären.

00:20:14: Also verlässt Kate die Station wieder.

00:20:17: Okay Borgias ist aber nicht so richtig beruhigt und so macht man sich auch Zu Georges Büro um nachzusehen Ob man nicht selber irgendwas ändern kann an dieser Situation.

00:20:28: Dort in dem Gang treffen sie dann auch auf William Chamberlain, der da so ein bisschen vor der verschlossenen Tür rumhängt und nicht so genau weiß was er mit sich anfangen soll.

00:20:37: Er gibt an dass er schon Mrs.

00:20:39: Gunning die Hausdame gefragt hatte ob Sie vielleicht den Schlüssel hat.

00:20:43: Die habe ihm geantwortet das George ja normalerweise den Schlüsse stecken lässt also sie ihn nicht habe.

00:20:50: Und tatsächlich sei auch schon gestern Abend auf ihrer Runde spät die Tür verschlossen gewesen und kein Schlüssel da gewesen.

00:20:57: Beauje rüttelt an der Tür, er ist mittlerweile auch echt erzürnt.

00:21:01: Weil was soll das?

00:21:02: Das hält alle auf!

00:21:03: Er blickt auch durchs Schlüsselloch kann aber nichts erkennen weil die metallene Schlüssel-Lochabdeckung offensichtlich die Sicht versperrt.

00:21:12: also es steckt wohl kein Schlüssel im Schloss auch nicht von innen.

00:21:15: Okay ich wollte gerade sagen, ne?

00:21:17: Ja

00:21:17: Beauje fängt jetzt auch ein bisschen an sich Gedanken zu machen ob es vielleicht doch was Medizinisches sein könnte.

00:21:23: Also beschließt er dass jetzt die richtige Aktion sei die Tür aufzubrechen.

00:21:27: Er schickt einen der Mitarbeiter, die mittlerweile sich zu diesem kleinen Gripchen gesellt haben.

00:21:33: James Brophy den Vorarbeiter in den Eisenbahnwerkstätten zu verständigen.

00:21:39: also da angeschlossen an die Station gibt es diverse Werkstätte zum einen um die Maschinen zu reparieren zum anderen aber auch Tischlereien Malereien weil natürlich diese Bahn noch immer wieder renoviert und restauriert wurden.

00:21:51: Also da war ein ganzer Hof angeschlossen in dem es wirklich emsig zu ging und zahlreiche Mitarbeiter jeden Tag arbeiten.

00:22:00: Brophy soll einen Tischler schicken, der die Tür aufbrechen soll.

00:22:04: Der Mitarbeiter, der ihn holen soll, hat aber eine andere Idee.

00:22:08: Er sagt nämlich von der Hintertreppe – das ist der andere Zugang zu diesem Büroflügel – dann kommt man quasi gegenüber von Georges Büro raus.

00:22:17: Von dieser Hintertreppel gibt's ein Fenster.

00:22:20: Und durch dieses Fenster gelangt man auf das Dach der Station.

00:22:24: Über dieses Dach wiederum könnte man ja zu dem Fenster hinter George's Schreibtisch gehen und versuchen auf diesem Weg ins Büro zu kommen, also quasi einzusteigen.

00:22:33: Boja ist von der Idee angetan und erlaubt nur auch diese Jahrkletterpartie aber vorher soll er noch Brophy verständigen.

00:22:41: Das tut er auch und kurz darauf hört man so Geräusche von der anderen Seite des Büros, also vom Fenster her.

00:22:48: Moor erreicht das Fenster kann es aber nicht aufkriegen Also ist es offensichtlich verschlossen.

00:22:54: Er kriegt das nicht hoch.

00:22:55: Das sind ja diese Fenster die man so hoch schiebt Ne?

00:22:57: Das kennt ihr bestimmt auch aus Großbritannien und Irland dass man ja so die Hälfte nach oben schieb Anders als bei uns.

00:23:03: Zur Rettung eilt sehr schnell Brophy Der Vorarbeiter.

00:23:07: der kommt nämlich auch aufs Dach Und zwar mit einem Werkzeugkoffer.

00:23:10: Aber auch er hat Schwierigkeiten, das Fenster aufzukriegen.

00:23:14: Er kann aber den Hinter der Tür-Wartenden zurufen, dass er durch die geschlossenen Läden erkennen kann, dass die Gaslampe im Inneren des Büros noch brennt.

00:23:23: Bogeh schickt unterdessen einen anderen Mitarbeiter, der sich da eingefunden hatte Patrick Moan los um einen Arzt zu holen Denn wie gesagt, er war ja nun auch besorgt um George's Gesundheit.

00:23:35: Moan macht sich sofort auf den Weg.

00:23:38: Mr.

00:23:38: Broja weist Brofi an, das Fenster aufzubrechen mit allen Mitteln die die nötig sind.

00:23:44: Der also Brofi stellt dabei fest dass das Fenstern mit einem Nagel im Rahmen verschlossen ist.

00:23:52: Mit Rohrgewalt bricht er das Ganze auf schiebt das Fensters nach oben und gelangt so in den Raum.

00:23:58: Man hört wie seine Füße auf dem Boden auftreffen und dann einen Schrei.

00:24:04: Er informiert die anderen mit sichtlich angefasster Stimme, dass George im Büro sei er liege auf dem Boden tot.

00:24:13: Was er auch sieht ist das von innen kein Schlüssel in der Tür steckt.

00:24:17: Das hatten wir uns ja schon gedacht.

00:24:19: Die Abdeckung war ja davor aber das bestätigt sich jetzt nochmal.

00:24:23: Jetzt ist wirklich allerhöchste Eile geboten und die Tür wird mit Rohrgewalt durch die Männer, die im Gang versammelt sind aufgebrochen.

00:24:30: Also mit allen möglichen dagegenwerfen, dagegen treten!

00:24:34: Und von innen hilft Brophy mit seinen Werkzeugen auch noch mit bis die Tür schließlich nachgibt... ...und ja die im Flur warten, die schreckliche Szene sehen, die sich da im Büro abzeichnet.

00:24:47: George Little liegt auf dem Boden neben seinem Schreibtischstuhl auf den Bauch Seine rechte Wange liegt auf den Holzdielen.

00:24:54: Und mitten herum ist eine große Blutlache, offensichtlich aus einer großen Wunde am Hals und es ist auch wirklich sofort klar dass man ihm nicht mehr helfen kann.

00:25:05: Natürlich sind alle Anwesenden von dem Anblick schockiert.

00:25:08: Es sind ja alles Menschen die George auch kannten.

00:25:11: Also es war ja niemand Fremdes.

00:25:13: nicht das das weniger schlimm wäre aber das macht das Ganze natürlich noch mal ja emotionaler und unbegreiflicher.

00:25:20: Was Boja beim Betrachten des Raumes auch auffällt, ist das alles sehr aufgeräumt wirkt.

00:25:26: Also ich meine, wer hatten ja schon gehört dass George ein sehr ordentlicher Mensch war und offensichtlich hat er eher schon sehr viel seines Tagewerkes erfüllt denn alles sieht geordnet aus.

00:25:37: Auf dem Schreibtisch liegt nur einen kleiner Brieföffner in dem Fall zu dieser Zeit bedeutet es ein kleines Messer.

00:25:44: Neben Georges Hand findet sich ein Kleines Handtuch das voller Blut ist.

00:25:50: Und überall auf dem Schreibtisch, auf den Regalen und auf diesem kleinen Pult von William liegt Geld.

00:25:57: Münzen, Scheine, Schecks.

00:26:01: Berger der das sieht weist sofort Archibald Moore an das Geld in den Safe zu räumen.

00:26:07: also da sind die Prioritäten auch wieder klar.

00:26:09: dass muss erstmal in Sicherheit gebracht werden.

00:26:12: Und also es ist wirklich aus den Aussagen auch klar, dass Archibald Moore der da jetzt sich in diesem Raum in dieser Form bewegen muss.

00:26:19: Der ist völlig fertig ne?

00:26:20: Der Zitter kann gar nicht umgehen mit dieser Situation was ja auch klar ist.

00:26:24: Also das ist eine ganz schlimme Belastung für die Kollegen.

00:26:28: Was sie aber nicht finden können in dem Raum, also auch nicht auf einem Schreibtisch oder Regal- oder Fußboden ist der Schlüssel zur Tür.

00:26:35: Das einzige was ihnen dazu einfällt ist, dass er in George's Tasche sein muss.

00:26:39: Aber Borja stellt fest, niemand fasst den Körper an bis ein Arzt eingetroffen ist.

00:26:44: Also das ist jetzt zumindest schon mal gut?

00:26:46: Ja, das gestaltet sich aber leider schwierig, denn wir hatten ja gehört dass Patrick Moan unterwegs war einen Arzt zu holen... ...aber der klappert vier Ärzte hintereinander ab und alle sind außer Haus!

00:26:57: Das heißt er trifft niemand an und kehrt so unverrichteter Dinge schließlich Richtung Broadstone zurück.

00:27:04: Davor trifft er einen Kollegen, der ihm dann natürlich emotional sagt hast du schon gehört dass George tot ist und was da passiert ist.

00:27:12: Und er ist natürlich auch völlig fertig.

00:27:15: Ist aber jetzt der Meinung das vielleicht doch kein Arzt mehr gebraucht wird kehrt dann zurück zu den anderen im Flur weil er jetzt gern sehen möchte was passiert ist.

00:27:24: Mr.

00:27:25: Broger findet das natürlich gar nicht klasse der braucht ja nach wie vor den Arzt schickt ihn wieder los gibt ihm auch noch ein Kollegen mit.

00:27:31: Das Ganze geht so weiter, also es ist wirklich eine UTC.

00:27:34: Es geht noch zu vier weiteren Ärzten.

00:27:36: auch die sind alle außer Haus bis sie schließlich weit entfernt einen gewissen Dr.

00:27:40: Barker finden der im haus ist und sich sofort bereit erklärt mit nach Brodstone zu kommen.

00:27:46: mittlerweile ist es vierzehn Uhr Also das sind über zwei Stunden vergangen Und so ist beim Eintreffen des Arztes schon eine dicht gedrängte Menschenmenge in Gang Denn alle Mitarbeiter der Station und der Werkstätten hatten natürlich davon gehört, und möchten jetzt sehen was da passiert ist.

00:28:04: Wer sich da traurigerweise auch eingefunden hat sind zwei gute Freunde von George die von seiner Familie gehört hatten dass er nicht nach Hause gekommen war und nun selber mal nachsehen wollten.

00:28:15: Die hatten wiederum Georges Cousin mitgebracht.

00:28:18: Der ist nämlich zufällig Arzt Das ist Dr.

00:28:21: Wensley Jennings.

00:28:23: Also ist am Ende sein Cousin der erste Arzt, der Georges Leiche untersucht.

00:28:28: Der ist nämlich schon da als die mit dem Dr.

00:28:30: Barker enttreffen.

00:28:32: Für Jennings ist das natürlich auch total schrecklich also es ist ja seinen Verwandter.

00:28:36: man kennt sich das ganze Leben.

00:28:38: er hatte George vorsichtig auf den Rücken gedreht um zu schauen ob noch irgendwas zu tun ist ob man noch irgendwie helfen kann.

00:28:46: aber beide Ärzte sind sich einig dass leider nichts mehr möglich ist.

00:28:51: So stellt Dr.

00:28:51: Barker dann offiziell den Tod fest, das ist aber zu diesem Zeitpunkt wirklich nur noch eine Formalität Denn bevor er einen Totenschein ausstellen kann muss es ein Inquest geben denn das ist ja vorgeschrieben bei allen nicht natürlichen Todesursachen um ihm zu klären was da passiert sein könnte.

00:29:10: und offensichtlich ist George Little nicht an einer natürliche Ursache verstorben.

00:29:16: Allerdings haben die Anwesenden sich da schon eine feste Meinung gebildet.

00:29:21: Sie sind nämlich der Ansicht, dass George sich selbst getötet haben wird und der Grund dafür ist wieder diese Geldgeschichte.

00:29:29: Also das hatte ja diese Betrugsfälle gegeben Und in Kombination mit Georges Charakter vermutet Boja und tatsächlich auch andere Kollegen Dass George vielleicht auch verwickelt gewesen war in krumme Geschäfte und sein Gewissen ihn nun so sehr belastete, dass er sich deswegen des Leben nahm.

00:29:46: Das ist aber jetzt nicht unbedingt was, dass Henry Bolger gerne in der Öffentlichkeit breit treten möchte.

00:29:53: Denn das wäre ja wirklich eine sehr schlechte Publicity für seine Eisenbahn.

00:29:58: Denn wir hatten vorher den Betrug, jetzt haben wir diese Selbsttötung!

00:30:02: Er hofft sehr, dass sich das Ganze schnell erledigt und die Presse keinen Wind davon bekommt.

00:30:07: Diese Hoffnung wird aber nebenbei schon am Abend des selben Tages zerstört, denn schon da berichtet die dabblerne Zeitung Evening Freeman dass es in der Broad-Stone Station eine Selbsttötung gegeben hat und setzt den Artikel dann fort mit einer Aufzählung dieser ganzen Betrugsfälle, die es unlängst gegeben hatte bei den Eisenbahngesellschaften.

00:30:29: Jetzt kann man sich ja fragen, warum denn eigentlich die Presse so ein riesiges Interesse daran haben sollte?

00:30:34: Wenn so etwas passiert, als ich meine natürlich... Es ist schon klar, das ist die Pressee interessiert aber warum so sehr!

00:30:42: Und das waren natürlich zum einen die Umstände, also diese ganze Geschichte ist ja schon ungewöhnlich mit dieser verschlossenen Tür und dass dieser Mann erst mal vermisst ist.

00:30:52: Aber eine ganz wichtige Tatsache dabei ist auch, dass Dublin eine extrem sichere Stadt ist, Mitte des neunzehnten Jahrhunderts.

00:31:00: Bemerkenswerterweise hatte es seit dreißig Jahren in Dublin nur einen Mord gegeben.

00:31:06: Das steht im ganz krassen Kontrast zu den anderen Landesteilen Irlands, wo die Mordrate wirklich wesentlich höher lag.

00:31:12: Also so wie in anderen Städten ja auch Aber in Dublin wirklich derart wenig.

00:31:18: Und das obwohl es ja und das finde ich ganz bemerkenswert diese Vorurteile gegen irische Menschen gab.

00:31:24: über die hatten wir ja auch schon oft gesprochen dass er nicht das erste mal nimmt dass man damit konfrontiert wird Diese Idee, dass sie unheimlich heißblütig sein und schnell zum Messer greifen.

00:31:34: Und ja sowieso eine niedrige Moral haben – das hatten wir schon öfter gehört!

00:31:38: Das haben ihren teilweise auch wirklich selbst von sich gedacht.

00:31:42: Weil man eben so oft diese Klischees gehört hat, die Vorurteile.

00:31:47: Umso mehr steht es natürlich in einem Kontrast.

00:31:50: Zumal Irland sich zu dieser Zeit, in der wir uns hier befinden noch erholt von der großen Hungersnot, Das wird euch ja sicher auch was sagen.

00:32:01: Da sind ja durch Hunger und Krankheit eine Million Menschen in Irland gestorben, gut eine weitere Million Migrierte in der Zeit – und tatsächlich ging das mit der Immigration auch so stark weiter dass die Bevölkerungszahl von Irland von acht Millionen vor der großen Hungersnot bis auf fünf Millionen, achtzehnhundertfünfundfünftzig also zehn Jahre später ab sank.

00:32:28: Also drei Millionen fast die Hälfte der Bevölkerung verließ das Land oder starb an dieser schrecklichen Hungersnote ausgelöst durch diese Kartoffelpest.

00:32:39: Ja schrecklich und natürlich hinterließt diese Periode in Irlands Geschichte massive Probleme.

00:32:46: Die Armut war riesig, die politischen Probleme waren groß und gab ja auch immer noch die britische Besatzung Irlands das bis heute kein komplett aufgearbeitetes Kapitel ist.

00:32:57: aber davon abgesehen Und damit hat es wiederum zu tun dass die Polizeipräsenz in Dublin unglaublich hoch war Das war alles durch den britischen Staat organisiert und die wollten jetzt diese irische Hauptstadt Ja, überwachen.

00:33:13: Was dann wieder dazu führt dass die Verbrechensrate so immens niedrig ist in Dublin?

00:33:19: Ja und ein weiterer Punkt warum dieser Vorfall in Broadstone Dimension so sehr interessierte ist die Eisenbahn selbst.

00:33:26: In Irland gibt es verschiedene Linien zu der Zeit also Mitte des neunzehnten Jahrhunderts Und die verbinden immer jeweils die großen Städte miteinander.

00:33:34: Also das ist ganz schön zu sehen.

00:33:35: Es gibt im Norden eine oder nach Norden Eine von Dublin Nach Belfast Dann eine nach Süden, von Dublin nach Cork und eine nach Westen.

00:33:45: Und das ist die Midland Great Western Railway, von der wir hier reden – Die Dublin mit Galway verbindet.

00:33:52: Gegründet wurde die Midlands Great Western railway übrigens in den letzten Jahren, und das ist nur elf Jahre, nachdem es die allererste Bahnverbindung in Irland jemals gab.

00:34:04: Das war eine Verbindung von Dublin zu Kingston, und die war ganze zehn Kilometer lang!

00:34:10: Also, das ist doch ganz spannend wie sich ja dieses Transportnetz im Laufe der Jahrhunderte auch verändert hat.

00:34:16: Ja!

00:34:16: Also ist diese Eisenbahn zu dieser Zeit tatsächlich noch ein relativ neues Verkehrsmittel?

00:34:21: Das ist natürlich total großartig und bringt die Menschen viel enger zusammen.

00:34:25: Auch darüber hatten wir schon oft gesprochen.

00:34:28: aber... ...das ruft natürlich auch Misstrauen hervor.

00:34:31: Das ist etwas dass man nicht so versteht und diese Eisenbahngesellschaften sind immens reich weil natürlich die Menschen auch gar keine andere Wahl haben.

00:34:38: Also sie können noch zu Fuß gehen, aber das ist ja auf lange Strecken gar nicht möglich und es ist auch die absolut schnellste Verbindung zu der Zeit.

00:34:46: Naja man steht dem eben wie gesagt auch nicht immer nur ganz positiv gegenüber Und das ist dann natürlich immer für Nachrichten gut.

00:34:54: Wie gesagt besonders diese Betrugsfälle tauchen immer wieder auf in der Presse und das passt natürlich auch gut.

00:35:00: zudem Ja, missfallen dass diese arme Bevölkerung gerade auf dem Land die ja sich wie gesagt immer noch erholt von dieser schrecklichen Phase empfindet wenn sie diesen großen Reichtum der Eisenbahngesellschaften sieht.

00:35:14: Und so kommt es eben wie gesagt das die Presse schon parat steht auch wenn Beauje davon alles andreiz begeistert ist.

00:35:20: Jetzt aber kurz nochmal zurück zum vierzehnten November.

00:35:24: Die Polizei wird verständigt sobald die Ärzte den Tod festgestellt haben und sichert und untersucht den Tatort.

00:35:32: Aber wieso oft hatte sich zuvor schon, wie gesagt diese Menschenmenge aus Mitarbeitern und mittlerweile auch der Öffentlichkeit die da nun mal ja auch da ist in so einer Eisenbahnstation durch diesen Tatort gefräßt?

00:35:45: Hatte alles angefasst war auf allem rumgetrampelt und wohlgemerkt liegt George noch immer in dieser Szenerie.

00:35:51: Um spätennachmittag erscheint dann John Elliot Hindman.

00:35:55: das ist der Corona für die City of Dublin Also derjenige, der das Inquest einberufen und leiten wird.

00:36:03: Der Termin für das Inquest wird auf zwölf Uhr am Folgetag also am Samstag den fünfzehnten November festgelegt.

00:36:11: Das macht Borscher sehr unglücklich.

00:36:13: er wollte ja wie gesagt am liebsten einen gleichen Abend dass schon erledigt haben Zumal er auch überzeugt davon ist, dass es eine Selbsttütung war und nur eine Formalität.

00:36:22: im Grunde Die Leiche darf bis nach dem Inquest per Gesetz nicht bewegt und nicht bestattet werden.

00:36:29: Daher muss das Inquest immer höchstens achtundvierzig Stunden nach der Auffindung einer Leiche durchgeführt werden, weil eben wie gesagt sie nicht weggeholt werden konnte.

00:36:39: Für die Familie und Freunde von George ist es natürlich ganz furchtbar dass er jetzt da liegen bleiben muss bis zum nächsten Tag.

00:36:45: aber so war nun mal das Recht.

00:36:48: Der Corona möchte alle als Zeugenvorlagen, die George an seinem letzten Tag gesehen hatten.

00:36:54: Alle, die beim Entdecken anwesend waren und alle, die im Haus leben.

00:36:58: Denn da sind tatsächlich einige Personen vor Ort in diesem sogenannten Directorshaus – das ist diese Stationsgebäude – tatsächlich auch Leben!

00:37:07: Das sind einmal die Gunnings, das ist der Hausmeister und seine Frau Die Hausdame und deren Dienstmädchen Catherine Campbell.

00:37:15: Und dann ist das noch der Stationsvorsteher Patrick Henry.

00:37:21: Außerdem werden zwei Ärzte für die Autopsie zur Feststellung der Todesursache geladen.

00:37:26: Das Inquest startet total chaotisch, weil tatsächlich ein Zug zur selben Zeit eintrifft nämlich der erste Expresszug aus Aethlon an dem Tag und so ist da ein riesiges Durcheinander.

00:37:38: Schließlich findet sich die Gruppe dann in dem großen Meetingraum im Untergeschoss der Station ein.

00:37:44: Darunter auch Georges Familie bzw.

00:37:47: männliche Verwandte von George, die Frauen der Familie waren zu Hause geblieben.

00:37:53: Ja und als erster Schritt in den Inquest müssen nun die zwölf Geschworenen einmal in den ersten Stock hinaufgehen und Georges Leiche anschauen.

00:38:02: Das ist sein Überbleibsel aus der mittelalterlichen Praxis.

00:38:06: Zu jener Zeit mussten die Geschworenen im Inkwest ja tatsächlich noch die Todesursache selbst feststellen.

00:38:12: Das ist natürlich im neunzehnten Jahrhundert längst nicht mehr der Fall, aber die direkte Besichtigung der Leiche am Fundort gehört immer noch zu dem normalen Prozedere dazu.

00:38:23: Nachdem die Geschworenden die Leiche beschaut haben gehen sie wieder hinunter und dann kann die Autopsy losgehen.

00:38:30: Tatsächlich ist das neben dem jungen Arzt George Porter auch wieder Dr.

00:38:36: Wensley Jennings, also der Cousin von George.

00:38:39: Mr.

00:38:40: Bolger sagt zuerst aus.

00:38:42: Er beschreibt nochmal den guten Charakter von George, sagt dass er seit drei Jahren im Betrieb arbeite – seit März in der Rolle des Kassenwahrts.

00:38:51: Er habe laut Bolgers Wissen keinerlei Verfehlungen begangen und auch der Betragte im Büro gefunden wurde sei korrekt gewesen.

00:38:59: Das Geld habe man gezählt und das Fehle tatsächlich nichts.

00:39:04: Noch während Boja erzählt aber, wird plötzlich die Tür aufgeworfen und Dr.

00:39:09: Jennings platzt in den Raum.

00:39:11: Er ruft aus, George wurde ermordet!

00:39:15: Er weiß schwere Kopfverletzungen auch... Das ist

00:39:17: jetzt aber mal eine dramatische Wendung muss man sagen oder?

00:39:19: Ja und das ist vor allem auch wirklich wie in so einer Filmszene kannst du nicht ausdenken.

00:39:24: Was das Ganze jedenfalls verursacht, ist dass jetzt alle Geschworene nochmal nach oben laufen müssen.

00:39:30: Dort sehen sie jetzt den Körper von George, wer eben für die Autopsy vorbereitet war und da zeigen sich wirklich auf der rasierten Kopfhaut riesige Hemmatome Und der Schädel ist tatsächlich eingedellt.

00:39:45: Okay... Nachdem man sich das nun beschaut hatte, geht's wieder nach unten und Boja wird weiter befragt.

00:39:50: Aber nur dass ich es verstehe!

00:39:51: Die Autopsie wird dann auch vor Ort vollzogen?

00:39:53: Das is ja manchmal so.

00:39:54: Ja genau in dem Büro.

00:39:56: Also Boja erzählt weiter und er wählt nochmal wie hoch die Summe an jenem Tag.

00:40:01: Dem dreizehnten war wegen ihm diesen Malinga Fair und erzählt auch noch mal, dass eigentlich alle Angestellten wussten, dass ebenso viel Geld immer da im Büro ist George aber keine Feinde gehabt habe seines Wissens.

00:40:13: Als nächstes wird dann der Arzt George Porter gehört, der gerade die Autopsy beendet hatte.

00:40:19: Ich werde jetzt hier keine Details beschreiben Das kennt ihr ja schon von uns das ist auch wirklich gar nicht nötig.

00:40:24: ich glaube es reicht wenn ich sage dass die Kopfverletzungen wirklich äußerst schwer waren und dass er daraus Schluss folgert dass eine lange anhaltende wiederholte Attacke mit einem stumpfen Gegenstand gegen Georges Kopf ausgeführt worden war Während er vorgebeugt saß, also am wahrscheinlichsten ist es so dass er auf dem Stuhl saß.

00:40:45: dann wurde er heftigst auf den Kopf geschlagen.

00:40:48: Von

00:40:48: vorne oder von hinten?

00:40:50: Von hinten!

00:40:51: Also von hinten oben

00:40:53: ja.

00:40:53: Dann fiel er vom stuhl wahrscheinlich schon bewusstlos oder benommen und dann wurde noch vielfach auf seinen Schädel eingeschlagen.

00:41:01: Und der Schreibtisch stand aber doch auch, so wie heute unter dem Fenster korrekt?

00:41:07: Genau!

00:41:07: Okay, aber das heißt wenn man ihn von hinten erschlagen möchte... Also weil du guckst ihm dann ja ins Gesicht theoretisch, wann du reinkommst.

00:41:14: Ergo hätte ja ein Mörder, von dem wir jetzt ja ausgehen eine Mörlerin also wenn er geschlafen hätte oder so, aber ansonsten irgendwie Durch das Fenster?

00:41:25: Ja, und das Fenstern war zugenagelt.

00:41:27: Darf

00:41:27: ich auch gefahren?

00:41:28: Okay.

00:41:30: Nachdem George nun auf dem Boden lag, war seine Kehle durchtrennt worden.

00:41:34: Der Arzt macht aber deutlich, dass es eigentlich schon gar nicht mehr nötig gewesen war.

00:41:38: Also diese wirklich schweren Schläge hatten George wahrscheinlich bereits getötet.

00:41:43: Natürlich!

00:41:44: Das wissen wir alle sowieso schon.

00:41:47: Sagt der Arzt auch, dass das unmöglich ist, dass George sich diese Wunden selbst zugefügt haben könnte.

00:41:53: Dann wird noch ein Schürhaken präsentiert aus dem Büro mit der Frage, ob das die Tatwaffe gewesen sein könnte.

00:41:58: Weil er so gebogen ist also verbogen aber William Chamberlain sagt später aus dass der schon immer so verbogen war.

00:42:05: also der war halt einfach alt.

00:42:07: dann berichtet er also william von tag mit george von dem letzten tag und sagt auch nochmal was für ein toller mensch george war dass er gar keine feinde gehabt habe seines wissens Und das er aber sehr besorgt war.

00:42:20: Also George war auch ein ängstlicher Mensch, was man aber auch verstehen kann finde ich wenn man in so einem Zimmer sitzt mit haufenweise Geld und ja jeder da im Grunde reinlaufen kann gerade wenn man abends oder nachts noch alleine da bleibt.

00:42:32: Ja

00:42:33: aber offensichtlich spielte hier das Geld ja überhaupt gar keine Rolle sonst wäre ja gar nicht so viel dar gelassen worden.

00:42:39: Ja das sehen wir noch!

00:42:41: So, und eigentlich ist jetzt an dieser Stelle auch gar keine weitere Aussage mehr nötig natürlich.

00:42:46: Wir wollten ja nur klämen ob es eine natürliche Todesursache war oder nicht?

00:42:50: Nein!

00:42:51: Und das hat sich erledigt.

00:42:53: deswegen könnte man das Inquest jetzt beenden.

00:42:56: aber Heintmann der will noch nicht aufhören.

00:42:59: Der will noch mit den Bewohnern von Directors House sprechen die ich vorher schon mal erwähnt hatte.

00:43:05: Zuerst ist Mrs.

00:43:06: Gunning dran die berichtet, dass George oft lang arbeitete.

00:43:11: Also sie war es auch gewohnt, dass er abends noch in seinem Büro war wenn sie da ihre Schließrunde machte was ihre Aufgabe war.

00:43:18: und Wenn er ging sagt sie ließ er den Schlüssel immer außen im Schloss also die Tür unverschlossen.

00:43:23: Schlüssel im SchlOSS das Geld- und Wertgegenstände im Safe eingeschlossen.

00:43:28: Sie also Mrs Gunning war um neunzehn Uhr dreißig am treizehnten an der Tür gewesen Und habe Licht durch das Schlüssellochschein sehen.

00:43:37: Das heißt, zu dieser Zeit muss der Schlüssel noch gesteckt haben.

00:43:39: Weil sonst wäre ja diese Abdeckung drüber gewesen und beim Schlüssel fielen auch so ein bisschen Licht durch wenn der drin steckt.

00:43:47: Dann geht es noch ein bisschen darum wann die jeweiligen Türen in dem Haus verschlossen werden und wer das macht.

00:43:53: also grundsätzlich waren aber alle Tüuren zur Nacht verschlossen.

00:43:58: Kathrin Campbell wird als nächstes Interview.

00:44:00: Das ist das Hausmädchen der Gunnings.

00:44:03: Sie fängt gewöhnlich gegen siebzehn Uhr mit der Reinigung in dem Direktors Haus an.

00:44:07: Das heißt, sie reinigt die Kamine in den Büros und macht auch sonst Reinigungsarbeiten.

00:44:13: Und am Abend des dreizehnten November war sie um siebzen uhrdreißig circa bei George vor der verschlossenen Tür gestanden.

00:44:20: Sie sah dabei niemand Fremdes in den Fluren oder überhaupt... das war ja auch die Urzeit wenn die Leute in der Regel schon nach Hause gingen.

00:44:27: also siebzinund dreißig war so.

00:44:29: Katte auf ne?

00:44:31: Als sie im Büro unter Georges Büro, also in dem Eckbüro im Erdgeschoss putzt hört sie Schritte über sich.

00:44:39: Da ist es neunzehn Uhr zehn und das weiß ich so genau weil die Glocke für die Abfahrt des Postzuges läutet.

00:44:46: Das ist ja ganz praktisch an so einer Bahnstation.

00:44:48: da hat man immer die Uhrzeit gleich mitgeliefert gerade damals Und Sie meint dass es auf jeden Fall George Littles Schritte waren.

00:44:55: Sie meint, sie kennt sie.

00:44:56: Sie hört sie ja sehr oft und er hatte so knargige Schuhe.

00:45:00: deswegen ist sie sich ganz sicher das war der George.

00:45:02: Um drei Uhr circa geht sie nochmal zu Georges Büro denn sie war ja vorher nicht reingekommen und möchte unbedingt noch diesen Kamin reinigen aber die Tür ist immer noch verschlossen.

00:45:12: Danach habe sie wirklich alle Türen nach außen abgeschlossen und sei dann eben auch zur Ruhe gegangen.

00:45:18: Der Stationsvorsteher Patrick Henry sagt dass die Tür zum Bahnsteig also aus dem Direkteshaus zu den Bahn steigen am nächsten Morgen unverschlossen gewesen sei, als er um sechs Uhr dreißig seine erste Runde antrat.

00:45:31: Und es war normalerweise so, dass entweder er oder Mr.

00:45:34: Gunning diese Tür morgens aufschloss und Mr.

00:45:37: Gunning sagte später aus das er auch nicht aufgeschlossen hatte.

00:45:41: also dieser Tür war entweder nie verschlossen oder morgens war schon jemand durchgegangen und hatte sich nur nicht erinnert.

00:45:47: Catherine jedenfalls besteht darauf, die Tür um dreiundzwanzig Uhr mit einem Riegel verschlossen zu haben.

00:45:53: Das fällt auch noch wichtig!

00:45:54: Die war von innen mit Riegeln verschlossen also nicht mehr im Schlüssel und das heißt wer von inne kam konnte die jederzeit aufmachen.

00:46:01: Und so neigt sich dieser lange Tag jetzt dem Ende zu und die Jury erkennt schließlich auf einen Mord durch eine oder mehrere unbekannte Personen zwischen siebzehn Uhr am Donnerstagabend und elf Uhr am Freitagmorgen.

00:46:15: Das ist nicht überraschend, aber damit kann es jetzt auch eine Sterwurkunde geben und George kann am Sonntag bestattet werden im Kreise seiner Familie.

00:46:26: Der Fall in des wird in die Hände der Dubliner G-Division also Gehdivision übergeben.

00:46:33: diese Division funktionieren im Prinzip genauso wie in London.

00:46:35: das hatten wir ja bei Jack the Ripper schon mal besprochen.

00:46:37: Aber diese Geh division in Dublin das isst die Kriminalabteilung der Stadt Also das sind die Detektives.

00:46:46: Diese Kriminalabteilung gibt es seit eighteenhundertzweiundvierzig, damit ist sie nur ein bisschen später dran als die Entsprechung beim Londoner Scotland Yard und besteht achtzehnhundertsechsenfünfzig aus siebzehn Inspektors.

00:47:02: Diese Männer und ihre Abteilungen stoßen wirklich auf große Ablehnung und riesiges Misstrauen in der Bevölkerung Denn man vermutet, dass diese Männer eigentlich hauptsächlich Spione der britischen Kolonialregierung sind und ganz falsch liegen sie damit auch nicht.

00:47:20: Ich sagte ja schon es gibt eigentlich sehr wenig wirklich so Kapitalverbrechen im Sinne von Mord aber ganz viel Untersuchung politischer Natur also alles was irgendwie gegen die britische Regierung geht alle die irgendwas dagegen sagen da geht man dann hinterher und untersucht Und das wissen die Menschen und sind deswegen eben entsprechend nicht gut zu sprechen auf diese G-Division.

00:47:47: Mit der Untersuchung des Broadstone Mysteriums wird Inspector Daniel Ryan beauftragt, schon bei der ersten Begehung des Tatortes wird ihm klar dass der Täter nicht durchs Fenster gekommen sein kann weil es verschlossen also vernagelt war und das bedeutet dass Georgien entweder gekannt haben muss ihn also reingelassen haben muss oder dass der Täter sich reingeschlichen hatte, als George vielleicht mal nicht im Raum war und sich dann versteckt hatte.

00:48:14: Das ist ja eine andere Möglichkeit.

00:48:16: Auf jeden Fall nimmt er an, das der Tater den Schlüssel mitgenommen hat und er deswegen fehlte weil auch in Georges Kleidung kein Schlüssel gefunden wurde Und um nach der Tat fliehen zu können In diesem Labyrinth, denn du siehst es da jetzt und ihr vielleicht hier auch schon muss wer Täter eigentlich ausgekannt haben auf der Station.

00:48:37: Außerdem schließt Ryan auch eine Frau, also eine Täterin tatsächlich nicht aus.

00:48:41: Denn die Wunden hätte auch eine weibliche Person zu fügen können.

00:48:47: Im Erdgeschoss finden sie unter einem großen Fenster das auf die Gleise hinaus schaut in der Tickethalle ein Hocker Also so einen Tritt Der wohl dafür genutzt werden konnte um das Fenster zu öffnen wenn es mal bisschen stickig wurde und auf diesem tritt ist im Staub der Abdruck einer genagelten Schusole, wie von einem Arbeiter.

00:49:08: Am Montag den siebzehnten November wird dann Staatsanwalt Thomas Camis aktiv, der den Fall übernimmt und von Anfang an läuft die Untersuchung wirklich alles andere als ideal was natürlich auch damit zu tun hat dass die Polizei so unerfahren ist in Mordfällen und Morduntersuchungen.

00:49:26: Alles passiert im Grunde viel zu spät.

00:49:29: Der Tatort ist schon total verwüstet als die damit anfangen den zu untersuchen.

00:49:35: Und es entgehen ihn auch wirklich viele Dinge, so wird mittlerweile klar dass in der Tat Geld fehlt und zwar nicht wenig Geld, es fehlen insgesamt mehr als dreihundertdreißig Pfund in Gold- und Silbermünzen.

00:49:51: Das ist ganz spannend.

00:49:52: das ist nämlich vom Gewicht her.

00:49:54: ich finde die Beschreibung ganz eingängig ungefähr so viel wie ein Kleinkind Und man nimmt an, dass das eben genauso viel war wie dieser Täter tragen konnte auf seiner Flucht.

00:50:05: Die Polizei kommt aber darüber hinaus nicht weiter.

00:50:08: Nun wird auch superintendent Augustus Guy Teil der Untersuchung.

00:50:14: Augustus guy ist ja auch ein spannender Charakter.

00:50:16: Das waren nämlich einer der ersten Detektives die es in Dublin überhaupt jemals gab.

00:50:21: Wie gesagt eine charkritische Person weil meist politisch motivierte Untersuchungen und er ist selber auch Engländer.

00:50:30: Das Directors House wird im Zuge der Untersuchung komplett von unten nach oben gedreht, Und die Presse im ganzen Land ist natürlich scharf auf absolut jedes Detail zu der Geschichte.

00:50:41: Es gibt falsche Verdächtigungen es werden Gerüchte gestreut, naja wie man das eben so kennt Die Polizei treibt auf einen irren Aufwand mit diesen Untersuchungen.

00:50:51: alle Zeugen werden nochmal verhört.

00:50:53: Es ist super schwer, weil natürlich auch so viele Menschen beteiligt sein könnten.

00:50:57: Es ist ein Bahnhof das heißt es ist eben auch eine große Menschenmenge jeden Tag da die anonym bleibt.

00:51:04: Mittwoch dem neunzehnten November wird der Kanaltrocken gelegt, der entlang der Bahnschienen an der Station vorbei läuft.

00:51:12: Das natürlich auch wieder unter großem Interesse der Öffentlichkeit Denn man suchte ja immer noch nach der Tatwaffe und man nahm an dass man in dem Gewässer diese hätte gut entsorgen können.

00:51:23: Und tatsächlich wird nach vielen Stunden harte Arbeit am Nachmittag ein schwerer Hammer gefunden im Bett dieses Kanals.

00:51:32: Eine nähere Untersuchung zeigt, es ist ein Eisenbahner-Hammer und in einem Riss im Metall finden sich ein paar strehenden Menschen Haar.

00:51:41: Noch später am Tag wird dann ein Rasiermesser aus dem Schlamm gezogen.

00:51:45: Diese Funde sind tatsächlich auch bitter nötig denn die Polizei kommt bei der Presse immer schlechter weg je mehr Zeit vergeht.

00:51:53: Am nächsten Tag wird dann der Hammer mit den Werkzeugen verglichen, die in Broadstone benutzt werden.

00:51:59: Also in den Werkstätten der Station.

00:52:02: tatsächlich stellt sich heraus dass der Hammer nicht nur zu den Werkzeugen dort gehört sondern sogar dort hergestellt wurde in der Schmiede also.

00:52:10: das ist ganz eindeutig ein Hammer der aus dem Lager gestohlen wurde.

00:52:15: ja Und nachdem der Hammer gefunden wurde, wird jetzt die Exhumierung von George angeordnet.

00:52:21: Das geschieht auch!

00:52:23: Man vergleicht seine Kopfhunden mit der Form des Hammerkopfes und die Ärzte stellen fest das es sich bei dem Hammer relativ sicher um die Tatwaffe handelt.

00:52:32: Der Tatverdacht fällt dabei sehr schnell auf die Gunnings also den Hausmeister und seine Frau.

00:52:37: Und zwar deswegen weil sie angeblich über ihren Verhältnissen leben.

00:52:41: Also, sie haben ein paar schöne Möbelstücke in ihrer Wohnung.

00:52:44: Sie leisten sich auch mein Theaterbesuch und das wurde misstrauisch beäugt.

00:52:49: also man vermutete vielleicht haben die dieses Geld gestohlen.

00:52:52: jetzt hatten die aber auch vorher schon so gelebt Und tatsächlich sagt Mr.

00:52:56: Garning später dazu auch aus dass er ja kostenfreie Kostomptologie hat dort vor Ort.

00:53:02: Das bedeutet, sie konnten eben das Geld, das die beide verdienten auch einfach für andere Sachen ausgeben.

00:53:08: Aber... Die beiden haben wirklich eine schwere Zeit während dieser Ermittlung.

00:53:12: Also Mr.

00:53:13: Gannings wird für Monate beschattet, ihre Wohnung wird durchsucht... Sie werden mehrfach befragt.

00:53:19: also das ist wirklich ein Verdacht der sich hartnäckig hält!

00:53:23: In der zweiten Woche der Ermittlungen ... Das ist nochmal ein wichtiger Punkt fällt den Leitern der Untersuchung auf, dass das Dach der Station noch gar nicht untersucht worden war.

00:53:33: Also das DACH über das man in das Fenster zu Georges Büro gelangt und das Geld, das gestohlen wurde fehlt auch nach wie vor.

00:53:40: Das heißt also ist auch dieser Ort noch zu untersuchen.

00:53:44: Camus bittet einen Mitarbeiter der Bahngesellschaft ein Thermaler, der aber auch viele andere Gelegenheitsarbeiten erledigt namens James Spollen, auf das Dach zu steigen um zu gucken ob er dort irgendwas finden kann.

00:53:59: Aber er findet nichts!

00:54:02: Die Ermittlungen stecken in einer Sackgasse.

00:54:04: der Druck der Öffentlichkeit wird immer größer.

00:54:07: Am neunzwanzigsten November wird Staatsanwalt Camus von der Untersuchung abgezogen und seine vorgesetzten Stellen ein Gesuchen an Scotland Yard – um Unterstützung in der Aufklärung des Fals.

00:54:19: Wahrscheinlich will man sich auch so ein bisschen einschleimen bei London und deswegen kommt es zu diesem Gesuchen.

00:54:25: Das kommt in der Öffentlichkeit gar nicht gut an, wie wir uns denken können aber Scotland Yard hilft natürlich sehr gerne und schickt zwei seiner besten Detectives nach Dublin Detective Inspector Henry Smith und, das ist ein alterbekannter Detective-Inspector Jack Witcher.

00:54:43: Den kennt ihr vielleicht schon aus der Road to the House Mystery.

00:54:47: Also wer sich da interessiert gerne unser Buch lesen Und ich denke wir werden das auch irgendwann nochmal im Podcast besprechen.

00:54:52: Dafür ist der Fall viel zu interessant.

00:54:55: Die beiden Londoner Detectives die mieten sich in einem Hotel in Dublin ein und naja halten mal so ein bisschen den Ball flach.

00:55:03: also die Sie wollen schon nicht so sehr auffallen, denn wie gesagt die Stimmung in der Öffentlichkeit ist nicht die beste und sie möchten sich da jetzt nicht mit irgendwem anlegen.

00:55:12: Und immer noch gibt es keine Durchbrüche in dem Fall!

00:55:15: Es kommt sogar soweit dass Haysia herangezogen werden.

00:55:18: doch wir können uns vorstellen auch das hilft nicht.

00:55:21: Am elften Dezember dann, siebenundzwanzig Tage nach Georges Todt gibt es endlich eine vielversprechende Spur.

00:55:29: Durch Zufall findet James Brophy, also der Vorarbeiter von dem wir schon gehört hatten auf dem Dachboden der Tischlerei in den Werkstätten ein Teil des gestohlenen Geldes und zwar genau forty-fünf Funden.

00:55:44: Das Ganze war eine Tasche die mit einem Tuch bedeckt war im Inneren eines Korbes Auf dem DACHBODEN der Tischerei wo eigentlich niemand hinging.

00:55:52: das war so'n Griechdachbaden also ganz schrecklicher Spinnenweben voller Ort.

00:55:56: Und da fand er nun durch Zufalls dieses Geld Weil er da was suchte.

00:56:00: Einfach, was für eine absurde Summe und Stelle also... Ja!

00:56:04: Und wie kommt der denn darauf davon auszugehen dass das sich hier um Geld handelt?

00:56:08: Was aus diesem Diebstahl

00:56:09: stammt?

00:56:10: Leider kommt er nicht schnell genug drauf muss man einfach sagen.

00:56:13: Denn was er tut ist sofort sagen ich hab ihr Geld gefunden guck mal alle.

00:56:17: Und deswegen kommen halt diese ganzen Mitarbeitenden die in diesen Werkstätten zugange sind jetzt gucken.

00:56:23: Das ist natürlich für die Polizei ein Supergao Dann hätte er das nicht gesagt, dann hätte man ja gucken können.

00:56:29: Also wenn es denn das Geld ist, dass aus dem Tiefsteil stammt und so weiter ob der Täter zurückkehrt um sich ihm seine Beute zu holen.

00:56:36: aber so haben es alle gehört, es ist quasi verloren.

00:56:39: Aber die Vermutung liegt schon sehr nahe Dass dieses Geld gewesen sein wird.

00:56:43: Es ist eine sehr große Summe, vierundvierzig Fundes zur damaligen Zeit Ja viel Geld.

00:56:48: So nimmt Superintendent Guy an, dass zwei wichtige Erkenntnisse daraus zu ziehen sind.

00:56:54: Zum einen muss der Täter ein Mitarbeiter oder ein ehemaliger Mitarbeiter, der Werkstätten sein.

00:57:00: Denn er musste ja diesen Kriechdachboden da gekannt haben

00:57:03: und

00:57:04: er muss von kurzer Zeit da gewesen sein denn diese Tasche in dem das Geld war die war nass.

00:57:09: Das heißt sie muß erst vor kurzem aus einem nassen Ort in dieser trockenen Umgebung gelangt sein.

00:57:16: Am nächsten Tag zeigt Guy die Tasche Kate also der Schwester von George Und tatsächlich stellt sich raus, dass sie wirklich George gehört hatte.

00:57:26: Die Tasche war von Kate genäht worden sogar!

00:57:30: Das ist natürlich ein Beweis dafür das das Geld aus dem Raub stammt.

00:57:34: Am fünften Dezember reisen die Scotland Yard Detectives wieder ab und haben wahrscheinlich nicht viel getan.

00:57:40: also zumindest finden Sie keine Erwähnung in den Ermittlungsakten.

00:57:44: weiterhin, also keine Große... ...das ist schon irgendwie ein interessantes kleines Zwischenspiel.

00:57:50: Am einundzwanzigsten Dezember dann meldet sich Catherine Campbell wieder bei der Polizei und belastet die Gunnings, bei denen sie mittlerweile nicht mehr arbeitet schwer.

00:58:00: Allerdings stellt sich später heraus dass das wohl mehr ein Rachefeldzug von Catherine war und die Polizei lässt auch diese Aussage wieder fallen.

00:58:09: Das Ganze wird natürlich immer in der Presse besprochen.

00:58:11: wohlgemerkt es ist ein riesiges Hin- und Her- und sorgt nicht dafür dass die Polizei in der Öffentlichkeit besser dasteht.

00:58:40: Und wer von euch aufmerksam zugehört hat?

00:58:47: Der kennt den Namen vielleicht wieder.

00:58:49: Das war ja der Herr, der auf dem Dach geguckt hatte für Camus als sie da die Station untersucht haben... ...der dreivierzigjährige James Bollen.

00:59:00: Mary kommt auch wirklich schnell zum Punkt.

00:59:03: Sie sagt Camus ihr Ehemann ist der Broadstone-Mörder und das wüsste sie genau weil er ihr das gesagt habe!

00:59:11: Er habe ihr genau erzählt wie er die Tat begangen hat Und zwar sei er durch die Hintertreppe in den Flur gelangt, habe sich da nach Feierabend in einer dunklen Ecke versteckt.

00:59:24: Was durchaus möglich ist denn das war ja alles nicht richtig beleuchtet, das kennen wir ja diese Geschichten.

00:59:29: und als George dann zur Toilette ging und die Tür nicht abschloss schlich er sich in das Büro und hinter die Holzabtrennung, die er selber übrigens mit eingebaut hatte.

00:59:41: also er kannte sich da sehr gut aus und versteckte sich eben in der Ecke des Büros.

00:59:48: Als George sich dann wieder an seinen Schreibtisch setzte, nichts Ahnend weiterarbeitete er schlug er ihm mit dem Hammer und schnitt ihm die Kehle durch.

00:59:57: Dann stahl er die Dreihundertdreißig Fund und floh über das Fenster in der Hintertreppe, dann über das Dach über eine Leiter und schließlich über den Hof.

01:00:05: Ach okay aber wie hat er die Tür da schon außen abgeschlossen?

01:00:09: oder was?

01:00:09: Genau!

01:00:10: Er hat den Schlüssel mitgenommen.

01:00:12: Das Geld habe er dann zunächst mit nach Hause gebracht und dann in einer alten Schmiede, die dem Haus der Spollens gegenüber lag im Schornstein versteckt noch in jener Nacht.

01:00:24: Und Mary habe ihn dabei geholfen Beweismittel zu vernichten indem sie seine glutverschmierten Kleidungsstücke verbrannte und vernichtete.

01:00:34: Nun sieben Monate später kann sie einfach nicht mehr schweigen.

01:00:38: zum einen plagt sie ihr schlechtes Gewissen Zum anderen hat sie aber auch wirklich einfach riesige Angst vor ihrem Ehemann.

01:00:45: Von dem sie annimmt, dass er versucht hatte, sie zu vergiften weil sie nämlich vor gut einer Woche sehr schwer krank war.

01:00:51: Er hatte dann keinen Arzt rufen wollen und hatte den Kindern verboten unter der Androhung von Schlägen medizinische Hilfe für seine Frau zu holen.

01:00:59: Es schleicht sich doch ein Kind raus an Arzt kommen.

01:01:02: Sie versteht das?

01:01:03: Aber der Arzt stellt fest ist sie unter einer Vergiftung lid.

01:01:06: Also sie vermutet nun, ihr Mann trachtet ihr nach dem Leben vielleicht auch weil sie Mitwisserin ist.

01:01:11: Und ja... Sie wendet sich jetzt an die Polizei!

01:01:14: Sie behauptet auch, sie könne der Polizei zeigen wo das Divis-Gut jetzt liegt?

01:01:19: Ja und weil das wirklich selberzeugend klingt und man auf gar keinen Fall ein Risiko eingehen will wird James Spollen noch am selben Morgen auf der Arbeit an der Broad Zone Station verhaftet.

01:01:30: Und tatsächlich zeigt Mary der Polizei die Verstecke des Geldes.

01:01:34: Sie finden einen Teil des Geldes zwischen zwei Mauern, am hinteren Teil des Eisenbahnhofes und ein weiteren Teil in einem kleinen Flusslauf der unter einer Latrine für die Mitarbeitenden durchläuft.

01:01:47: Superintendent Guy ist jetzt also ganz sicher dass das nur Täterwissen sein kann und alles passt zusammen.

01:01:54: er will James Spollen sofort anklagen aber leider hat er was Wichtiges vergessen denn im englischen Recht jener Zeit kann eine Ehefrau nicht gegen ihren Ehemann aussagen, weil sie rechtlich nicht als eigenständige Person gilt.

01:02:08: Auch das hatten wir schon

01:02:09: gehört.".

01:02:10: Ja, das regt den Superintendent natürlich fürchterlich auf!

01:02:13: Eigentlich hätte er das auch wissen können aber so ist es nun mal und so kommt ihm die Idee dass aber die Kinder Aussagen könnten gegen ihren Vater, denn die haben jetzt nicht diese Beschränkungen.

01:02:24: Und so wird an dem Tag der zweite James Spollen nämlich der sechzehnjährige Sohn des Paares der ebenfalls schon in Broadstone arbeitet, im Betrieb verhaftet.

01:02:35: Und zwar um ihn gewahrsam zu nehmen und ihm zu befragen und eben dafür zu sorgen dass ihm auch nichts geschehen kann zumindest so die Aussage.

01:02:44: James ist das älteste von den vier Kindern des Paares.

01:02:48: Die anderen drei sind der dreizehnjährige Joseph die zehnjährige Lucy und der sechsjährige George.

01:02:54: James will aber nicht aussagen zu den Vorwürfen gegen seinen Vater.

01:02:59: Ja, so versucht man jetzt über die nächste Zeit irgendwelche Geständnisse zu bekommen.

01:03:03: Es geht noch hin und her – es zieht sich alles!

01:03:06: Und nach und nach kristallisiert sich eben immer weiter raus dass die Kinder, die Zeugen sein müssen in dem Verfahren gegen ihren Vater.

01:03:13: So kommt es schließlich auch am siebenundzwanzigsten Juni zur einer Anhörung vor den Magistraten.

01:03:19: In dieser Anhörung wird auch die kleine zehnjährige Lucy gehört die ein Stück Stoff identifiziert, dass in einem der Gelddepots gefunden wurde.

01:03:27: Also das war da mit in diesem Sack, in dem auch das Liebesgut lag und sie identifizierte es als ein Stück, das mal ihr gehört hatte einen Häubchen, das aber schon lange als Putztuch benutzt worden war.

01:03:38: also das verbindet wieder die Familie ganz direkt mit dieser Tat.

01:03:42: Diese Zeit ist für Mary Spollen eine sehr schwere, sowohl emotional als auch finanziell.

01:03:48: man kann sich das ja vorstellen dieses Verfahren gegen den Vater die Kinder, die da aussagen sollen ihre Unfähigkeit auszusagen aufgrund dieses Rechts.

01:03:58: Und dann ist da ja auch noch die finanzielle Situation der Familie Spollen denn es sind ja nun beide Verdiener der Familie nicht mehr da also sowohl der Mann als auch der älteste Sohn.

01:04:09: Deswegen wird Mary ziemlich krank und kann tatsächlich an diesen ganzen Verhandlungen und Untersuchungen gar nicht mehr teilnehmen.

01:04:17: Die Polizei kümmert sich aber tatsächlich wirklich sehr gut um sie.

01:04:22: Ja, die Anhörung geht weiter und Josef also der zweite Sohn wird auch verhört.

01:04:28: Und er bestätigt was seine Schwester gesagt hat nämlich dass am Abend der Tat ihr Vater auf der Schmiede gewesen sei und ein Objekt in den Schornstein geworfen hatte.

01:04:38: Außerdem habe der Hammer und einen Rasiermesser vor der Tat in ihrem Haushalt gelegen.

01:04:43: Also die habe er gesehen.

01:04:45: Auch James also der älteste Sohnwitt gehört.

01:04:48: Der ist aber seinem Vater sehr loyal.

01:04:50: Er sagt, seine Eltern seien beide am Tatabend zu Hause gewesen und zwar sei sein Vater auf dem Dach der Schmiede gewesen, aber nur weil er da irgendwie einen Streich spielen wollte.

01:04:59: also das war auch ein bisschen undurchsichtig, aber so sagte es Ein großes Problem ergibt sich als rauskommt dass die Polizei den Jungen tatsächlich seit drei Wochen eingesperrt hatte.

01:05:10: Also das ist nun wirklich nicht in Ordnung Und da gibt es erstmal ganz viel Aufruhr.

01:05:14: Das rift auch wieder ein sehr schlechtes Licht auf die ermittelnden Ja, und trotz der ganzen Fehler die gemacht wurden.

01:05:20: in der Ermittlung und trotzer Probleme kommt es am siebten August zur Verhandlung gegen James Spullen wegen des Mordes an George Little im Green Street Courthouse unter großen Interesse der Öffentlichkeit.

01:05:34: Der ganze Geschichte sitzen zwei Richter vor nämlich Lord Chief Justice Thomas LeFroy.

01:05:44: In der Verhandlung sagen im Grunde alle, die uns bekannten Zeugen nochmal aus.

01:05:49: Und darüber hinaus noch zahlreiche andere Kollegen, die da in diesen Werkstätten aktiv waren... ...die teilweise auch nichts weiter aussagen können als das James Spollen auch irgendwie mal einen Kommentar dazu gemacht hatte, dass George tot war also wer es jetzt nicht so aussagekräftig ist!

01:06:04: Aber die Verhandlungen zieht sich über viele Tage dahin.

01:06:08: und schließlich sagt auch Lucy Spollen wieder aus, also die zehnjährige Tochter des Angeklagten.

01:06:15: Sie bestätigt im Grunde noch mal das was sie bereits erzählt hatte und sagt dass ihr Vater am Tartag zum Mittagessen zu Hause gewesen sei aber dann nicht wie Ihr Bruder um siebzehn Uhr dreißig von der Arbeit gekommen sei.

01:06:29: Sie habe ihn gar nicht zum Abendessen gesehen Sondern erst später, und zwar auf dem Dach dieser Schmiede was sie ja auch vorher schon berichtet hatte.

01:06:38: Dabei seien alle ihre Brüder auch anwesend gewesen also die hätten alle mit ihr zusammen aus den Fenster geschaut Und das sei sichtbar gewesen weil der Mond so hergeschieden hätte Der Vater sei mit einer Leiter auf das dach gestiegen und habe etwas in den Schornstein geworfen.

01:06:55: Die Mutter habe dabei in der Tür gestanden und zugesehen Wie spät es gewesen war, als das geschah.

01:07:01: Das kann Lucy aber nicht sagen weil sie die Uhr nicht lesen kann.

01:07:06: Dann kommt das Thema noch mal auf dieses Stück Stoff dass Sie identifizieren kann.

01:07:10: Das tut sie auch wieder.

01:07:11: Sie erzählt von der Krankheit ihrer Mutter durch die Vergiftung und dass kein Arzt gerufen wurde Und dann kommt erst zum Kreuzverhör durch den Anwalt des angeklappten.

01:07:23: Der muss man sagen nimmt das kleine Mädchen wirklich ordentlich auseinander?

01:07:27: er weiß sie auf Ja, Veränderungen ihrer Aussage hin.

01:07:31: Zum Beispiel hatte sie die Leiter mit der der Vater aufs Dach gestiegen war nicht erwähnt und er fragt Sie zum Beispiel auch ob sie sich denn erinnert wann ihr Vater am Montag zu Hause war?

01:07:41: Wann war er dann Mittwoch zuhause?

01:07:44: Das weiß sie natürlich nicht mehr!

01:07:46: Und natürlich ist es in der Rückschau vielleicht für das kleine Mädchen in Wahrheit auch gar nicht möglich sich an den Abend so genau zu erinnern.

01:07:53: Sie weiß auch nicht mehr ob es im Sommer war oder im Winter.

01:07:57: Es legt nahe, dass Lucy vielleicht erzählt wurde was sie sagen soll.

01:08:02: Wahrscheinlich sind das die Beobachtung ihrer Mutter, die das kleine Mädchen hier wieder gibt.

01:08:07: Das gleiche gilt auch für Josef also den dreizehnjährigen Sohn der auch seine Aussage wiederholt aber leider auch Fehler macht Also Dinge ein bisschen anders erzählt als zuvor und er wird von dem Verteidiger des Angeklagten ja auseinander genommen.

01:08:23: Das ist nicht schön zu sehen, weil diese Kinder natürlich auch überfordert sind mit der Situation und die sind eingeschüchtert.

01:08:30: Und das ist nicht angenehm, man sollte Kinder sowas auch nicht aussetzen.

01:08:35: Aber natürlich ist es auch nicht richtig jemanden zu verurteilen, weil eine Falschaussage gemacht wird.

01:08:41: Die Kinder hatten wahrscheinlich das nicht beobachtet, sondern ihre Mutter, die ja nicht Aussagen konnte.

01:08:47: Naja jedenfalls zieht sich diese Verhandlung immer weiter hin ... Bis schließlich am elften August, die Jury ihr Urteil über James Spullen spricht.

01:08:57: Es lautet nicht schuldig.

01:09:00: Hm, ja!

01:09:01: Damit ist er ein freier Mann und der Mord an George Little sollte nie aufgeklärt werden...

01:09:07: Puh!

01:09:08: Allerdings geht es mit James Spollen noch wirklich kurios weiter.

01:09:12: Das wollte ich euch nochmal eben ganz kurz erzählen, denn nachdem er freigesprochen wurde hat er nun den Wunsch weil sein Ruf ist ja nun auch geschädigt das Land zu verlassen.

01:09:22: also er möchte emigrieren nach Amerika und zwar am liebsten nach New York aber er hat kein Geld und deswegen kommt er auf eine wirklich schräge Idee.

01:09:32: Er sucht sich die Partnerschaft mit einem Theaterbetreiber Nämlich dem Prince Patricks Theater in der Fishamble Street im Dublin und am achtzehnten August, eighteenhundert siebenundfünfzig wird dort nun angeboten ein Auftritt von James Spollen.

01:09:48: Der sich äußert über seine Anklage im Mordfall der Broad Stone Mystery.

01:09:54: Und das ist wirklich eine ganz merkwürdige Szenerie da, wenn man die Beschreibung liest.

01:09:59: Also im Grunde steht James da auf der Bühne unterstützt von seinem Sohn James.

01:10:03: also der ist mit seinem Vater jetzt gegangen und es war eine meandere Erzählung von selbstmitleid und was ihm mitgespielt wurde.

01:10:12: und im Grund nur dass er will eigentlich nur Geld haben.

01:10:16: Die Leute fangen dann auch nach einer halben Stunde schon an den Ort zu verlassen.

01:10:19: ihn auszubuhmen werden ärgerlich Und die zweite Vorführung findet dann auch schon gar nicht mehr statt, weil das eine unendlich eigenartige Geschichte war.

01:10:29: Ja und er verlässt dann Dublin und wir begegnen ihm schließlich wieder in Liverpool woher auf seine Immigration wartet.

01:10:39: also irgendwie hat er sich dann ja wohl doch ein bisschen Geld organisiert.

01:10:42: sein Sohn James ist immer noch bei ihm und will auch mit ihm auswandern.

01:10:46: und jetzt kommt noch so der letzte merkwürdige Abschluss der mit diesem Mann zu tun hat.

01:10:52: Und zwar wird er angesprochen von dem Phrenologin Frederick Bridges, also wer was kennt von Phrenologie?

01:10:59: Das sind ja diese Menschen die so Schädel formen mit bestimmten Charaktereigenschaften.

01:11:04: Es hatten

01:11:05: wir auch schon mehrfach in diversen Fällen kommentiert.

01:11:08: Genau

01:11:09: und Mr.

01:11:09: Bridges ist jetzt eben auch so jemand und er möchte unbedingt den Kopf dieses vielleicht Täters gerne als Gips-Abguss nehmen.

01:11:17: Nach langer Verhandlung will ich James Spollen tatsächlich ein, wahrscheinlich auch gegen ein Entgelt.

01:11:23: Natürlich!

01:11:23: Hat aber die Bedingung dass das Ganze erst gezeigt werden darf wenn er nicht mehr im Land ist.

01:11:29: Das finde ich auch ganz spannend Denn vielleicht vermutete er ja doch dass sein Schädel zeigte dass er ein Mörder war.

01:11:37: Aber das lasse sich mal dahingestellt.

01:11:39: Der Rest der Familie Spollen verschwindet tatsächlich fast vollständig von der Oberfläche.

01:11:45: Also die sind ja tatsächlich von der Polizei geschützt worden, haben irgendwo ein neues Leben angefangen und wir hören nichts mehr von ihnen.

01:11:52: Wir wissen nur dass ein Sohn, der jüngste Sohn George Jahre viele Jahre später vollkommen verarmt in einem Armenhaus verstärben sollte.

01:12:02: Ja!

01:12:03: Und auch die Familie von George hat es natürlich nach seinem Tod nicht leicht.

01:12:08: Zwar kriegen sie ein paar Spenden, also die Öffentlichkeit unterstützt sie aber lange nicht in dem Maß wie man es sich erhoffte.

01:12:17: Also Sie können den Lebensstandard nicht halten, den sie haben.

01:12:21: und vier Jahre nach dem Ton von George verstippt auch seine Mutter Francis Little und wird im selben Grab mit ihrem Sohn bestattet.

01:12:29: Und ich finde irgendwie bei dieser ganzen Geschichte.

01:12:32: Wenn wir so diese ganzen merkwürdigen Irrungen und Wirrungen betrachten, dann vergisst man Beine ein bisschen.

01:12:39: Dass es ja hier um einen realen schrecklichen Mordfall geht.

01:12:43: Das ist beinahe wie eine Detective-Story.

01:12:46: Und das ist so kurios und merkwürdig!

01:12:49: Sie kriegen's nicht hin und alles passt nicht.

01:12:51: Aber die Tat war wirklich grausam... Ja.

01:12:55: ...und dann ist noch dieser vermeintliche Täter oder möglicherweise Täter dieser Mr.

01:13:00: Spollen der ja Also wirklich auf ja auch pietätlose Weise dann diese Verbindung zu diesem Verfahren und diesem Todesfall nutzt, um so viel Suchengelder zu bekommen.

01:13:10: Wenn er nicht der Täter war schlimm genug wenn er der Teter war noch umso verwerflicher?

01:13:16: Aber

01:13:17: ganz ehrlich ich persönlich glaube an dessen was du uns erzählt hast das es sich hier um den Täter handelt.

01:13:23: Das spricht ja einiges dafür.

01:13:25: Ich halte es auch für naheliegend, dass der Täter jemand ist aus dem Kreise, der dort arbeitenden kommt.

01:13:30: Es macht einfach Sinn.

01:13:31: Auch das geschilderte Prozedere und Vorgehen macht total Sinn vor dem Hintergrund der gefundenen Spuren.

01:13:39: von dem her glaube ich

01:13:41: rechtssicher, dass sich

01:13:42: hiermit um den Täter handelt, den sie gefunden aber dann nicht verurteilt haben.

01:13:46: Ne

01:13:46: genau!

01:13:47: Und das ist aber im Grunde ja auch großartigen Polizeiarbeit geschuldet.

01:13:52: Das muss man einfach sagen, hätten sie nicht ihr Pulver verschossen?

01:13:55: Sie hätten ja auch Spollin erst mal nachdem Mary zu ihnen kam auf freiem Fuß lassen können beobachten sich die Orte zeigen lassen und ihn dann auf frischer Tat ertappen können.

01:14:06: aber weil es diesen Schnellschuss gab dass man ihn gleich verhaftet hat und ihm dann erst einfiel das seine Frau nicht aussagen kann hatten sie natürlich ein Problem.

01:14:16: Diese ganze Untersuchung war gekennzeichnet von diesen Schnellschüssen und nicht überlegten Vorgehen.

01:14:21: Das waren natürlich auch wegen Unerfahrenheit.

01:14:24: Und der öffentliche Druck scheint ja recht groß gewesen zu sein geschenkt, ne?

01:14:28: Nichtsdestotrotz hat es hier dazu geführt das vermutlichem Mörder auf freiem Fuß blieb.

01:14:33: Ja

01:14:34: ganz genau in diesem Fall man kann nicht so viel darüber diskutieren.

01:14:37: ich finde dass ist relativ eindeutig und Es ist eine ganz traurige Geschichte.

01:14:43: Ich diese Vorstellung so fürchterlich finde, dass dir da jemand auflauert in den Schatten eines Büros und dich so kaltblütig ermordet.

01:14:52: Das ist wirklich grausam!

01:14:54: Und dann ... dieser Mande im Grunde im Leben so wenig hatte, worüber er sich freuen konnte, hat so hart gearbeitet.

01:15:02: Er hat sich so sehr gekümmert um seine Familie, um deren Wohlergehen hat alles in die Familie investiert.

01:15:10: Seit der siebzehn Jahre alt war das muss man sicher auch mal vorstellen

01:15:13: Ja.

01:15:14: Und dann findet er so ein Ende, weil jemand sich bereichern möchte und einfach sein Leben auslöscht?

01:15:21: Und ich glaub dem bleibt jetzt nichts mehr hinzuzufügen für heute schon.

01:15:24: Nein!

01:15:25: Eine ganz spannende Geschichte die sehr tragisch ist und tragisch auch natürlich geendet ist Mal wieder sehr zum Nachdenken anregt aber auch zum demütig und dankbar sein Für das was wir gegebenenfalls haben.

01:15:39: Also vielen Dank dafür.

01:15:40: Sehr gerne und ich möchte euch heute vor allem noch mal ans Herz legen, das erste Buch auf der Literaturliste in unseren Show Notes da ist es alles noch viel detaillierter und das ist super spannend!

01:15:52: Das ist natürlich das Buch dass auf meinem Nachtisch lag.

01:15:55: ihr könntet euch denken uns super recherchiert also kann nicht wirklich empfehlen.

01:15:59: so jetzt mal noch zum Abschluss ein klein bisschen was anderes.

01:16:04: Die übliche Frage kannst du uns schon verraten, wohin das nächste Mal geht.

01:16:08: Ich hab tatsächlich einen Fall schon im Visier aber ich will ihn noch nicht versprechen weil du kennst es ja auch wenn man dann wirklich mal tiefer in die Vorrecherche einsteigt dann ergibt sich doch manchmal ein anderes Bild und eine Abkehr.

01:16:21: also ich habe hier auch noch Literatur zu zwei Fällen die ich an recherchiert habe die ich wahrscheinlich nie vollenden werde.

01:16:28: Nichtdestotrotz könnt ihr euch weiterhin freuen auf die nächste Folge, würde ich sagen.

01:16:34: Ich auf jeden Fall!

01:16:37: Und damit verlassen wir Euch für heute – denn Ihr hörtet hier früher

01:16:41: war mehr Verbrechen.

01:16:42: Euren historischen True Crime Podcast bis bald.